









New York ist die amerikanischste Stadt die ich kenne, Horden von arbeitslosen Landstreicher leben (zumindest in Manhattan) friedfertig Seite an Seite mit Leuten, die so reich aussehen, dass ich lieber gar nicht hingucke. In dieser horizontal und vertikal beeindruckenden Stadt war ich letztes Wochenende (naja, vier Tage) auf einem Fulbright Seminar. Da wurde ueber Social Entrepreneurship gesprochen (googeln!) und in Workshops eine neue Social Entrepreneur Firma erfunden, es gab saugutes Essen und eine edles Hotel an der Ecke Madison/45th (und alles umsonst in dieser ansonsten suendhaft teuren Stadt: 0,3L Bier in einer Bar 12$). Darueber hinaus gab es ein ethnisches Abendessen wo man waehlen konnte zwischen Brasilianisch, Afghanisch, Sri Lankanisch, Tuerkisch etc etc. Weil ich Fleisch wollte hab ich brasilianisch gewaehlt,das auf jeden Fall eine hervorragende Wahl und zwar nicht nur wegen des Essens. Unsere offizielle Begleitung war ein Typ vom State Department, der gesoffen hat wie ein Loch und wirklich richtig nett war. Am Ende hat er allerlei lustige Geschichten zum besten gegeben, zum Beispiel ueber drogendealende Fulbrighter oder wie er Fulbrighter per Kaution aus dem Gefaengnis geholt hat...ausserdem hat er uns natuerlich an seiner Sauferei teilhaben lassen. Auch nicht schlecht. An einem Morgen haben wir dann freiwillige Sozialarbeit geleistet. Dazu bin ich mit meiner Gruppe in eine sehr duestere Gegend in Brooklyn gefahren und habe mit Kindern in der Tagesstaette einer Auffangstation fuer arbeitslose und wohnungslose Familien gespielt. War wirklich sehr interessant zu sehen und zu hoeren wie die Realitaet dort aussieht. Ganz anders als in Manhattan. Anteilig waren in diesem Viertel uebrigens 90-95% der Bevoelkerung Schwarze oder Latinos. Am Samstag abend sind wir alle nach Chinatown in ein Restaurant gefahren und danach gab es dort iene Danceparty. Wow, ich hab Kopftuch-tragende Iranerinnen und streberige Fulbrighter wie verrueckt tanzen gesehen. Wirklich in hoechstem Masse amuesant die Tanzstile von Afrikanern, Latinos, Europaern, Indern, Ostasiaten und Arabern zu vergleichen. Die Kroenung gab es dann am Sonntag abend als ich nach ein wenig Sightseeing meinen Flug verpasst habe. Und zwar wie! Ich war schon lange durch die Security durch und sass ungefaehr 50 Meter von meinem Gate entfernt in einem Restaurant und habe mit einem Maedchen aus Trinidad und Tobago gequatscht. Und weg war es mein Flugzeug. Nach langem rumgewarte konnte ich dann am Montag ueber Orlando (in Florida!!)zurueck ins schoene Seattle fliegen. Und hier bin ich.